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Dieſer ſagte mit einem andächtigen Blicke gen Him⸗ mel: Es iſt heute der Vorabend des heiligen Oſter⸗
eſtes, und wie man mir ſagt, iſt es die Sitte Italiens, g
daß Jedermann an dieſem Tage zur Beichte geht, und ein Bekenntniß ſeiner Sünden ablegt. Ich weiß, daß Ihr den Dienſt des Beichtvaters der Geſellſchaft Jeſu bekleidet, und daß Ihr das beſchwerliche Amt habt heute von dieſer frühen Morgenſtunde bis zum Abend im Beichtſtuhl zu ſitzen. Aber ich fürchte für Euch, mein Vater, Ihr ſeid hochbetagt und bedürft der Ruhe. Laßt mich daher Euch die Mühe Eures Dienſtes ein wenig erleichtern! Geſtattet, daß ich mit Euch Eure Verpflichtungen theile, und einige Stunden ſtatt Eurer im Beichtſtuhle ſitze.
Ein angenehmes Erſtaunen zeigte ſich in den Mie⸗ nen des ergraueten Paters. Dies war in der That ein Liebesdienſt, den La Chaiſe ihm da erweiſen wollte, denn ſicher war es ein beſchwerliches Amt, ſo viele Stunden hintereinander ohne Nahrung und Ruhe im Beichtſtuhl zu ſitzen, und die Erzählungen anzuhören von Geheimniſſen und Verbrechen, die ihn niemals
mehr überraſchten, weil er ſeit mehr denn funfzigjähri⸗


