Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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— 224— Der Papſt reichte ihm die Hand zum Kuſſe dar.

Du haſt in Wahrheit die Seele dieſes Biſchofs erlöſt, ſagte er. Er war verloren und dem Satanas verfallen mit dieſem hochmüthigen Dünkel. Welch ein Unſinn, zu behaupten, er ſei durch die Gnade Gottes Biſchof und nicht wiſſen zu wollen, daß er allein und lediglich durch mich geworden, was er iſt! Durch die Gnade Gottes! Bah! Ich bin es, der auf Erden Gnaden auszutheilen hat, und mir allein gebührt die Ehre!

Ein feines, unmerkliches Lächeln umſpielte La Chaiſe's Mund, als er die Hand des Papſtes an ſeine Lippen drückte, und heimlich fragte ſich der Pater, wer nun hochmüthiger ſei, der Papſt oder der Biſchof, wer nun mehr Gott läſtere, der Biſchof, welcher hehauptete, der Gnade Gottes ſeine Würde zu verdanken, oder der Papſt, welcher verlangte, daß man ihn allein als die Quelle aller Gnade betrachten ſolle?

Laut ſagte La Chaiſe: der Statthalter Gottes iſt die heilige Ausſtrömung des Herrn ſelber, und wer vor ihm in Demuth ſich beugt, der hat vor dem Herrn ſelber ſich gebeugt!

Du biſt ein würdiger und guter Sohn, rief Aleran⸗