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es wagen, ſich frei zu dünken von meiner Herrſchaft, ſich aufzulehnen gegen meine Machtvollkommenheit?
Niemand wird ſo frech ſein, dies zu wagen! rief La Chaiſe.
Der Biſchof von Bayeur wagt es! Er hat es ge⸗ wagt, und er lebt noch, er wagt es noch ferner, mir zu trotzen, Ihr wißt es wohl! Oder habt Ihr all dieſen Kummer vergeſſen, den mir dieſer hochmüthige Menſch ſeit einem Jahre bereitet? Habt Ihr vergeſſen, daß er vor einem Jahre ſchon es wagte, in der allein von mir abhängigen Benedictiner⸗Abtei, welche in ſei⸗ nem Bisthum liegt, das jus visitandi zu begehren, und daß, als die Mönche, geſtützt auf ihr altes, gutes Recht, ihm den Eintritt in ihre Abtei verweigerten, er die Thüren aufbrechen ließ, und mit Gewalt eindrang in dieſes heilige Haus, dem meine heiligen Vorfahren das Privilegium ertheilt, von der Botmäßigkeit des Papſtes allein abhängig zu ſein? 3
Wie könnte ich das vergeſſen haben! ſagte La Chaiſe mit ſchmerzlichem Ton. Die Benedictiner ſchickten ja damals eine Klageſchrift nach Rom, und der heilige Vater beſtätigte ſte in einem Documente in ihren Unabhängigkeitsrechten vom Biſchof, welches Docu⸗


