Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 261—

ligkeit, der ganz erſchöpft, ganz abgemattet ſchien von dieſen langen Regierungsgeſchäften, unterſchrieb, ohne weiter nach dem Inhalt dieſer Schriften zu fragen. Aber zwiſchen jeder Unterſchrift nahm er zur Erholung ein Stückchen Macaroni oder einen Löffel Eis, und ſtreichelte ſeine lieblich ſchnurrenden Katzen. Als die Unterſchriften beendigt, waren auch die Schüſſeln leer. Papſt Alexander nahm eine höchſt feierliche Miene an, und fragte Luigi nach dem Küchenzettel für das heu⸗ tige Diner. Luigi zog ihn aus ſeinem Buſen hervor, und reichte ihn knieend Sr. Heiligkeit dar.— Der Statthalter Gottes las ihn mit geſpannteſter Aufmerk⸗ ſamkeit, und Zaponi, Jacopo und Luigi beobachteten in athemloſen Schweigen die Züge ihres Herrn, um in denſelben ſeinen Mißmuth oder ſeine Zufriedenheit zu leſen. Es überflog daher ihre Geſichter wie mit einem hellen Sonnenglanz, als der Papſt, wohlge⸗ fällig mit dem Kopfe nickend, ſagte: ich bin zufrieden! Dies wird ein herrliches Diner werden! Der ſpa⸗ niſche und engliſche Geſandte ſind auf heute eingela⸗ den! Ah, ſie werden geſtehen müſſen, daß man in Rom eine beſſere und glänzendere Tafel hält, als zu Madrid und London! Wahrhaftig, ich bin ſo gut