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ſchwang ſich ein neues, ſeliges Leben aus der Aſche meiner ganzen Vergangenheit empor. Ich glaubte wie⸗ der, ich vertrauete der Welt wieder, denn ich liebte, und ich ward geliebt! Wie dieſe Liebe war, was ſie mir gab an Luſt und Entzücken, an Genuß und ſeli⸗ ger Berauſchung, dafür giebt es keine Worte! Oh, alle Oualen, die ich jetzt erdulde, alle Schmerzen, die ich erleide, ich würde ſie willig noch einmal auf mich nehmen, könnt' ich damit mir noch einmal dieſes Glück erkaufen! Nicht wollt' ich klagen um das, was ich erdulde, nicht wollt' ich jammern um das, was ich erlitt, könnt' ich nur Richard zu neuem Leben, und mir zu neuer Liebe erwecken! Doch ſtill davon, mag denn Alles ſein, ſo wie es iſt, ich kannte doch ein ſeliges Leben, er war doch Mein! Ich liebte ihn,— ach, das iſt kalter Ausdruck für die Gluth, die ich empfand. Ich betete ihn an, ja, wie meinen Heiland, meinen Gott betete ich ihn an.— Niemand als An⸗ ſelmo wußte um dieſe Liebe. Ihm hatte ich ſie ver⸗ traut im Beichtſtuhl, und er, durch ſeine Schilderun⸗ gen des Glückes machte mein Blut höher wallen, ſtachelte meine Gluth zur höchſten Leidenſchaft empor. Und endlich, als ich ganz Feuer war, und unendliches


