Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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Zuflucht am heiligen Altar, die Sünde wohnt im Klo⸗ ſter.— Nein, mein Kind, bleibe in der Welt, gieb ihr Dein Herz hin, laß Luſt und Pein, Wonne und Verzweiflung, Liebe und Haß durch Deine Seele toben, lerne ſegnen und verfluchen, jauchzen und jammern, dann biſt Du des Gottes heiligſte Prieſterin, und um Deiner Thränen und Deiner Leiden willen wird er Dir Deine Schuld vergeben!

Nie hatte ich Natalie ſo lange und ſo erregt ſprechen gehört, nie hatte ſie mit ſo hingebender Zärtlichkeit ſich an mich geſchmiegt, als ſie es jetzt that, nachdem ſte geſprochen.

Ich wollte ja auch nur Nonne werden, um bei Dir zu bleiben, ſagte ich, ihre Hände küſſend.

Und wenn Du Nonne wärſt, würde ich Dich doch bald verlaſſen müſſen, ſagte ſie feierlich.

Wie meinſt Du das? fragte ich bebend.

Natalie erwiderte ruhig: Bald iſt Alles überwunden. Meine Strafe wird bald zu Ende ſein!

Du willſt Dich tödten? ſchrie ich entſetzt.

Oh nein, ſagte ſie ruhig. Das Leben wird mich tödten, ich nicht! Ich habe es mir als Buße aufer⸗ legt, den Tod nicht zu ſuchen, ſondern dieſe Qual des