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bei Dir bleiben, Natalie, ich will eine Nonne werden, wie Du es biſt!
Sie ſtreckte abwehrend die Hand aus, und ein wil⸗ des, höhniſches Lächeln umſpielte ihre bleichen Lippen. Du willſt Nonne werden? fragte ſie. Weißt Du, was das heißt, eine Nonne zu ſein? Es heißt, täglich heu⸗ cheln und betrügen, es heißt Gott erniedrigen zu einer Pagode, deren wackelndes Kopfſchütteln Dir die Lange⸗ weile vertreiben ſoll, es heißt, Dich langſam mit Na⸗ delſtichen tödten, es heißt, Dich zu einer Buhlerin mit dem Allerheiligſten machen. Ach, Du willſt Nonne werden! fuhr ſie fort, und ihre Stimme nahm einen drohenden Ton an. Nonne werden! Das heißt, in jedem Tag und zu jeder Stunde Gott fluchen, daß er die Welt gemacht, daß er Menſchen geſchaffen hat, daß er die Keime des Lebens, der Liebe, der Thatkraft Dir in's Herz gelegt hat. Das heißt, Gott von ſeinem Throne ſtürzen, und den Cultus ſtatt ſeiner zum Gotte machen. Höre, dort ruft eben die Horaglocke zur Kirche. Meinſt Du, daß eine dieſer Nonnen, die jetzt mit Roſen⸗ kranz und Gebetbuch durch die langen Kreuzgänge zur Kirche ſchlurfen, meinſt Du, daß eine von ihnen mit Gott im Herzen niederknieet? Was werden ſie thun,


