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wild und drohend an, aber ſie erwiderte nichts.— Wir ſetzten uns nieder auf der Moosbank, über der eine hundertjährige Eiche ihre ſtolzen Zweige erhob, und uns vor der Hitze des Tages mit köſtlichem Schat⸗ ten behütete. Ganz in der Ferne, am Ende der Allee ſahen wir die hohe, dunkle Geſtalt des Prieſters, wie er, die Arme über der Bruſt gekreuzt, langſam auf und abwandelte.
Natalie blickte zu ihm hin mit dem Ausdruck des Zornes und des Rachedurſtes, und zum erſten Male fühlte ich, daß auch ich dieſen Prieſter haßte, weil Natalie ihn verabſcheute.
Warum iſt es nur geſtattet, ſagte ich, daß dieſer Prieſter täglich Euer Kloſter beſucht? Iſt denn das immer der Brauch, daß ein Prieſter täglich freien Zu⸗ tritt im Nonnenkloſter hat? 1
Nein! ſagte Natalie. Anſelmo iſt aber nicht nur Prieſter, ſondern auch Arzt, und bei den vielen Kran⸗ ken, die in unſerm Hospiz Aufnahme finden, iſt es nothwendig, daß immer ein Arzt in der Nähe ſei. Oh, Anſelmo iſt ein ſehr brauchbarer Mann, er heilt die Kranken als Arzt, und weihet und ſegnet die Sterben⸗ den als Prieſter. Deshalb habe ich es beim Herrn


