gewaltſam mich in Ihr Vertrauen und Ihre Schmer⸗ zen einſchleichen mögte!
Wer ſagt Ihnen, daß ich Schmerzen habe?
Um den Schmerz für immer überwinden zu können, muß man erſt lange ihn bekämpft haben! Man wird nicht geboren als eine ſteinerne Heilige.
Sie haben Recht! ſagte ſie mit einem leiſen Seufzer. Aber Sie, die Sie jung ſind, und der Welt angehören, was kümmert Sie der Schmerz einer Nonne?
Und meinen Sie denn, daß ein Weltkind, wie ich es bin, niemals berührt wird von dem Schmerze der Welt? Warum ſind Sie geflohen aus der Welt? Weil Sie da draußen den Schmerz fanden, und weil Sie vor ihm ſich retten wollten in dieſe Zelle!
Nein, Kind, ſagte ſie, und zum erſten Male flog ein wehmüthiger Hauch über ihre Züge, nein, Kind, den Schmerz habe ich mit mir genommen in meine Zelle, und den Troſt habe ich da draußen gelaſſen in der Welt!
Und was ſuchen Sie in Ihrer Zelle, wenn Sie nur Schmerz dort finden, und nicht Troſt?
Ich ſuche den Tod!
Der hängt an der Spitze jedes Meſſers und jedes
4


