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In dieſem Augenblicke begann das Geläute der Meßglocke.
Die Zellen öffneten ſi 3 hier und dort, und lang⸗ ſam, mit ſchlurfendem Schritt gingen die Nonnen den Kreuzgang hinunter, der zur Kirche führte.
Darf ich Sie begleiten, ehrwürdige Mutter? fragte ich dringend..
Es iſt eigentlich nicht erlaubt, daß eine Fremde un⸗ ſere Hausandacht theilt, ſagte die Priorin gütig. Aber Sie haben mir ſo liebe Briefe von meiner Nichte, der Gräfin Gandersheim, gebracht, daß ich Ihnen dafür dankbar ſein möchte. Kommen Sie denn!
Die Meßglocke läutete fort und fort. Wir traten in ddie Kapelle. Die Nonnen lagen auf den Knieen und beteten. Der Prieſter kniete am Altare und ſprach
lateiniſche Gebete, oder hob das Allerheiligſte empor, beim Geklingel der Chorknaben, welche die Weihfäſſer ſchwangen, und hierhin und dorthin knieten hinter dem Prieſter.— Meine Augen ſuchten nur Natalie, die ſtei erne Heilige. Da ſtand ſie, an einen Pfeiler ge⸗ le hoch aufgerichtet und ſtolz. Sie hatte die Hände efaltet, ſte betete nicht, ſie kniete auch nicht nie⸗ eim Emporheben des Allerheiligſten, aber etwas


