ſein üche lten Fall.
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druͤckte dem Geſandten leiſe den Finger— will nicht mehr hier wohnen. Sie zieht es vor, bei meiner ver⸗ ehrten Tante zu verweilen, um dort die zäͤrtlichſte Theilnahme zu empfangen, welche liebevolle Herzen geben können.
Ja, zu Ihnen, zu Ihnen, meine Mutter! ſagte Leonore, leiſe zitternd ihre Lippen öffnend. Wie danke ich Aurel für dieſen Zufluchtsort!
Mein armes Kind, erwiderte die alte Frau zaͤrt⸗ lich, Gott, der die Blumen wieder blühen läßt, wenn Winterfroſt ſie getödtet hat, wird auch Deinen Früh⸗ ling wieder aufwecken.
Der Ober⸗Kammerherr drückte den Finger ſeines Freundes nochmals. Graf Aurel fuhr fort: Sie wiſſen vielleicht es ſchon, daß meine verehrte Tante ihr gan⸗ zes Vermögen zu einer Stiftung für verlaſſene, un⸗ glückliche Mädchen beſtimmt hat. Dieſe Stiftung ſoll jetzt ins Leben gerufen werden; Gräfin Leonore wird meine Tante dabei unterſtützen und im Lindern frem⸗ der Leiden ihr eigenes Leid zu heilen ſuchen.
Bis zum nächſten Jahre wird es geheilt ſein, flü— ſterte der Geſandte.
Sonderbare Laune der Verliebten! murmelte der Ober⸗Kammerherr.


