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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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Das Zimmer lag voll Gold und Blut, der Graf und ſein Secretär im Todeskampfe. 2

Die Diener trugen ihren Herrn auf ein Ruhebett, der Arzt ließ ihm zur Ader, die Damen wurden ent⸗ fernt. Um den verwundeten Winkel bemühten ſich Aurel und Sir Eduard; aber bei der erſten genauen Beſichtigung zeigte es ſich, daß er bereits verſchieden. ſei. Mehrere große Schrotkörner waren tief in ſeine Bruſt gedrungen, ſein Geſicht war verbrannt und zer⸗ riſſen, die Nähe des Schuſſeß hatte die Wirkung töd⸗ lich gemacht.

So hätte es mir gehen können! ſagte Hannchen weinend. Welche Schlechtigkeit gegen ein armes Mädchen! Kein Wort hat Se. Excellenz mir davon geſagt, daß, wer das Fach aufmacht, ſich todt ſchießen muß. Ach, Franz! willſt Du mir denn vergeben? Schuld haſt Du auch daran, denn hätteſt Du ein Wort geſagt, ſo konnte das Unglück nicht geſchehen.

Che Willner antwortete, kehrte der Ober⸗Kammer⸗ herr zurück, von den übrigen Herren begleitet. Die Diener nahmen den Leichnam des Secretärs und trugen ihn in ſeine Wohnung, der Ober⸗Kammerherr gebot Allen, ſich zu entfernen, nur Aurel und Rodney blieben zurück.

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