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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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nicht allein, daß ſie annehmen mußte, es ſei von ihr die Rede, der Engländer zog aus der Taſche ſeines Burnus ein blitzendes Meſſer, mit dem er zwar vor⸗ läͤufig nur ſeine Nägel zu ſchneiden begann, das aber eine andere, weit gräßlichere Beſtimmung haben konnte. Ihre Kniee wankten unter ihr, als die Präſidentin am Kamin ihr gebot, näher zu treten, und Rodney einen Blick auf ſie warf, der eiskalt ihr ins Herz drang.

Mein liebes Kind, ſagte die alte Dame, ſagen Sie aufrichtig, was Sie von dieſer Angelegenheit wiſſen.

Ich weiß gar nichts, als was ich geſagt habe, erwiderte Hannchen.

Und rein aus Ihres Herzens Antrieb ſind Sie hierher gekommen? fuhr die Präſidentin fort.

Bei dieſer verfänglichen Frage ſenkte die Sünderin den Kopf, und einige Augenblicke lang rang ſie mit dem Vorſatz, ein Geſtändniß abzulegen; aber Schaam und Hoffnung ſtemmten ſich ihm entgegen. Der Ge— heimerath hatte ihr ſeine Huld und eine reiche Be⸗ lohnung verſprochen, er war mächtiger als alle dieſe hier.— Hannchen hob daher den Kopf wieder auf und ſagte mit leiſe ſchwankender Stimme: Warum ich