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Sie hat mich behandelt, wie ich es verdiene, ſagte die Gräfin. Sie forderte mein Vertrauen, ich zeigte ihr die Zukunft und nannte es leichſinnig gewagt, mit einem Manne von ſo beſchränkten Mitteln, der die ganze Welt gegen ſich haben würde, ein übereiltes Bündniß zu ſchließen. Sie unterſtand ſich, mir zu antworten, daß ich einmal in demſelben Falle geweſen ſei, aber...
Daß Du einſichtsvoller, vernünftiger geweſen biſt, fiel er ein, als die Gräfin dunkel erröthend ſchwieg. Kein Wort mehr, Leonor, kein Wort! Ich denke, ſie ſoll bald ein ander Lied anſtimmen, morgen ſchon, Leonor, denn heute noch...
Hier wandte ſich die Gräfin um; Beide ſtanden ſprechend am Fenſter, wohin Graf Derſchau ſie ge⸗ führt hatte, und leiſe tippte ſie auf den Arm ihres Mannes und deutete auf Rodney, der, ein Buch in der Hand haltend, in welchem er Kupferſtiche betrach⸗ tete, ſo eben eine Bewegung gemacht hatte.
Iſt der liebenswürdige Schwätzer auch noch hier? fragte der Graf, Rodney verächtlich anlächelnd; doch was thut es? laß ihn ſitzen. Ich ſage, heute noch ſoll er genug haben, für den ganzen Reſt ſeines Le— bens, um für immer gebrandmarkt, mit Schimpf und


