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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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den Engländer, an, und er glaubte zu bemerken, daß Beide einige Mal fragende Blicke wechſelten, die ihn ſehr beluſtigten. Die Unterhaltung wurde, Rodney's wegen, zum Theil auf Engliſch geführt, wobei der Geheimerath wenig mitſprechen konnte. Er war da⸗ her um ſo mehr darauf gewieſen, theils zu beobach⸗ ten, theils ſeine Gäſte zu ermuntern, theils Aurel in Beſchlag zu nehmen, während Rodney fortgeſetzt von den Damen durch Mittheilungen und Fragen in Athem erhalten wurde..

Aurel hörte zerſtreut und mit halben Ohren zu, was ſein Vetter ihm über mancherlei Perſonen, ge⸗ ſellſchaftliche Ereigniſſe und endlich auch über Staats⸗ und politiſche Affairen mittheilte.— Es machte dem Geheimerath Freude, zu ſehen, wie er damit die Ge⸗ danken ſeines jungen Verwandten durchkreuzte, der im— mer geneigt ſchien, ſich in ſeine eigenen Betrachtungen zu verſenken, und, unmuthig über ſeinen Peiniger, die— ſen doch nicht abſchütteln konnte, ſondern hören und antworten mußte.

Du gehörteſt vor deiner Reiſe auch zu den Unzu⸗ friedenen, ſagte der Geheimerath endlich lachend, die von der großen Freiheits⸗Göttin träumten, welche al⸗

len Menſchen daſſelbe Anrecht auf das Füllhorn ihrer