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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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und bezahle zu hoch; er muß ſich aber doch fügen und wird ſich fügen, wie er ſich ſchon der höheren Forde⸗ rung gefügt hat.

Warum muß er ſich fügen? fragte der Graf la⸗ chend. Hat er dich noch nicht genügend befriedigt, Winkel, daß du ſo ſtreng mit ihm biſt?

Erſtens, ſagte der Secretär unerſchütterlich, hat er zu viel in das Gut geſteckt. Er kann nicht gehen, ohne ſein ganzes Vermögen da zu laſſen. Zweitens weiß er, daß, wenn er geht, Ew. Ercellenz die tauſend Thaler mehr von Jedem bekommen; drittens aber rech⸗ net er darauf, daß es ihm künftig beſſer gehen werde.

Die Menſchen rechnen immer auf beſſere Zeiten, Winkel, und das iſt eine der ſchönſten Einrichtungen Gottes. Wenn ſie nicht glaubten und nicht hofften, würden ſie nicht zu regieren ſein, und es würde uͤbel ausſehen in der Welt.

Dieſer Gersfeld hat noch ganz beſondere Hoffnun⸗ gen, fuhr der Secretär fort.

Es muß immer eine Anzahl Narren geben, die etwas Beſonderes für ſich haben wollen, ſagte der ſpaßhafte Graf.

Wegen des jungen Herrn Grafen Aurel, ſprach Win⸗ kel gleichgültig weiter, indem er die Papiere ordnete.