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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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nen geht es gleichfalls gut. Sie ſehen friſch und wohl aus, beſſer als damals, wo ich Sie zuletzt ſah.

Ich will Dich aufſuchen. Wo wohnſt Du, fragte Aurel.

Franz nannte die Straße und das Haus. Mein Schild ſteht an der Thür, ſagte er mit einigem Nach druck: Franz Willner, Schloſſermeiſter.

Alſo anſäſſig! rief der Graf. Das höre ich gern von Dir.

Seit einem halben Jahre, und Oſtern denke ich zu heirathen.

Der Kutſcher knallte ſcharf über ſeine unruhigen Pferde fort, und Rodney, der ſchon im Wagen ſaß, rief in engliſcher Sprache hinaus: Sie ſind im Stande, mich hier erfrieren zu laſſen, um genau zu wiſſen, ob die Hochzeit des albernen Burſchen am Sonntag oder Montag ſein ſoll.

Ich komme jedenfalls und wohl morgen ſchon, ſagte Aurel. Gehab' Dich wohl, Franz. Haſt Du ei⸗ nen Platz im Circus?

Bei meiner Braut, Herr Graf.

So laß ſie nicht allemn, weils immer gefährlich iſt, Bräute allein zu laſſen, fuhr der junge Herr la⸗ chend fort, indem er in den Wagen ſtieg, der ſogleich ſich in Bewegung ſetzte.