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Der Majoratsherr / von Theodor Mügge
Entstehung
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cellenz? fragte ein junger Officier.

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gann, ließen ſich beim erſten Anblick bemerken. Ein

dünner Backenbart lief dem Herrn bis ans Kinn, und mehr ergraut als das Haupthaar, faßte er auf eine 9 ſor herbare Weiſe das Geſicht ein.

In dem Augenblicke, wo der Stallmeiſter mit einer letzten tiefen Verbeugung die Abſchiedsworte des be ſternten Herrn erwiderte, wandte ſich dieſer mit einer entlaſſenden Handbewegung zu den Logen um und rief zu einer derſelben, in welcher zwei Damen ſaßen, ein paar Worte hinauf, die eine gewiſſe Aufregung unter den Umſtehenden bewirkten.

Die eine der Damen nickte lächelnd, indem ſie mit ihrem Fächer eine dankende oder grüßende Bewegung machte; dann ſprach ſie lebhaft zu ihrer Begleiterin, deren ſanftes Geſicht ſich zu ihr neigte.

Sie haben den prächtigen Schimmel gekauft, Er⸗

Boucher ſoll ihn mir morgen vorführen, war die gleichgültige Antwort. Meine Frau wird ihn verſuchen, und wenn er ihr zuſagt, wird ſie ihn behalten.

Er iſt famos dreſſirt, ſagte der Officier, dabei ganz reines Blut. Jede Bewegung iſt edel, tauſend Thaler ſind nicht zu viel.

Der Herr lächelte mehrmals und machte ein bei⸗ 1*