den berühmten Amazonen theilte, welche die Lind, die Griſi, die Taglioni und die Rachel des Circus dar⸗ ſtellten und von manchen dieſer jungen ritterlichen Herren, jede für ſich, höher geſchätzt werden mo ten, als alle Kunſt und Künſtlerſchaft zuſammengenommen. Jetzt war eine Pauſe eingetreten, welche von einem Theil der Cavaliere benutzt wurde, um in den inner⸗ ſten und heiligſten Räumen einen Beſuch abzuſtatten. Ein minder begünſtigter Theil wandte ſeine Aufmerk— ſamkeit ungetheilt den Logen zu oder verſuchte die Ge— nüſſe der Conditorei. Ganz vorn am Rande der letzten Bank war ein Herr ſtehen geblieben, der ein Ordensband um den Hals und einen Stern auf der Bruſt trug. Er hatte den Fuß auf die Baluſtrade geſetzt und ſprach mit einem der Stallmeiſter, der ſehr ehrfurchtsvoll und unterthänig ſich bei jeder Antwort verbeugte. Der Herr hatte, trotz aller dieſer Merk⸗ zeichen ſeines Ranges, aber weder ein vornehm feines, noch ariſtokratiſch ſtolzes Geſicht. Seine Züge waren ziemlich aus dem Groben geſchnitten. Ein Mund mit breiten Lippen, eine etwas gedrückte Naſe, graue Au⸗ gen, die beweglich und berechnend ausſahen, eine gut gewölbte Stirn, durch welche querüber eine ſtarke Falte lief, und braun⸗röthliches Haar, das zu ergrauen be⸗
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