Jahrgang 
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armen Finnen vergaßen, der ſich nicht mehr in ihren Vorzimmern blicken ließ.

Eines Tages kam Otho beſonders freudig nach Haus und brachte Nachrichten mit, die ihm den Kopf berauſchten. Der Graf de la Gardie hatte im Adelshauſe den Antrag geſtellt, alle Standesprivilegien auf⸗ zuheben, eine allgemeine Grundſteuer einzuführen und eine allgemeine Volksvertretung einzuſetzen. Mehrere andere Barone und Grafen hatten ihn unterſtützt. Es war ein Comite ernannt worden und die jungen Herren in den Clubbs und Caſinos befanden ſich in großer Auf⸗ regung.

Du haſt bis jetzt verzögert, deinen Platz im Ritterhauſe einzu⸗ nehmen, rief er Erich umarmend aus, jetzt iſt es Zeit, jetzt mußt du es thun. Der elende Regierungsentwurf, der alle die alten Vorrechte wieder erneut, wird verworfen werden; die tüchtigſten und beſten Männer werden ſich dazu vereinigen und die Stimme des Volkes wird⸗ ſie unterſtützen. Du mußt ins Ritterhaus, du mußt dabei helfen, Erich!

Mein lieber Otho, erwiederte Erich Randal in ſeiner ſanften und feſten Weiſe, ich werde nicht dabei ſein, weil meine Gegenwart dem Guten nichts nützen würde.

Wie kannſt du das behaupten! rief Otho zürnend.

Iſt denn dieſe Verſammlung im Stande, ein Land und ein Volk mit neuem Geiſte zu beleben? fuhr Erich fort. Sind es nicht dieſel⸗ ben Elemente der Vergangenheit, dieſelben Privilegirten mit demſel⸗ ben Ehrgeiz, denſelben Verurtheilten, denſelben Leidenſchaften und derſelben Gier, das Verlorene wieder zu erobern? Glaubſt du denn, daß dieſe Revolution edle Beweggründe hätte? Waren die Männer, welche ſie gemacht und ausgeführt haben, von Ideen begeiſtert und iſt dies Volk eines, das ſo weit entwickelt iſt, um davon begeiſtert zu werden?

Ehe Otho antworten konnte, pochte Jemand an der Thür und ein langer ſchmaler Mann trat herein. Ein ſchmaler ſpitzer Kopf mit klei⸗ nen Augen, die äußerſt liſtig blitzten, nickte und grinste ihnen zu.

Feldwebel Roth! riefen die beiden Männer zugleich und die Frauen eilten herbei; der Feldwebel wurde mit herzlichen Grüßen und Worten empfangen.

Unverändert zeigte er auch jetzt daſſelbe blaſſe, faltige Geſicht, kein Zug D. B. IX. Erich Randal, v. Th. Mügge.

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