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Auf jeden Fall will ich verſuchen, in Stockholm etwas über meines Vaters Schickſale zu entdecken.
In Stockholm, ja gewiß in Stockholm! rief der alte Mann er⸗ freut über dieſen Ausweg. Sie werden dort Menſchen finden, die ihn gekannt haben und von ihm zu erzählen wiſſen.
Ich kenne Niemand, ſagte Otho, weiß nicht an wen ich mich wen⸗ den ſoll.
Warten Sie, warten Sie, erwiederte Jönsſon, mir fällt etwas ein, was Ihnen nützlich ſein kann. Freilich bin auch ich gänzlich unbekannt in der großen Stadt, doch zur Zeit, als der Kirchentag in Abo ge⸗ halten wurde, lernte ich einen jungen Offizier dort kennen, der vielen guten Sinn hatte ſich zu belehren, und dem ich Alles mittheilte, was ich ſelbſt über finniſche Geſchichte und Poeſie wußte. Wir wohnten in demſelben Hauſe und haben manchen Abend beiſammen geſeſſen. Seit jener Zeit ſah ich ihn nicht wieder, allein vor einiger Zeit las ich in der Reichszeitung vom Jahre 1805, die der gute Mann, der Krämer aus Sartingo, mir zuſchickte, daß mein junger Freund, o! damals war er jung— in Stockholm wohnt, wo er eine Zeitung ſchreibt, denn er hat das Soldatenkleid abgelegt.
Wie iſt ſein Name? fragte Otho.
Er heißt Jöran Adlerſparre, antwortete Jönsſon. Es ſtand in dem Blatte, daß die Regierung die Zeitung nicht länger dulden wolle und der Hofkanzler Zibet ſie verboten habe, denn der Rittmeiſter Adlerſparre ſei ſeit dem Reichstage von Norköping immer ein Feind der Regierung geweſen.
Ich will ihn aufſuchen, ſagte Otho. Vielleicht hilft er mir mein Wild jagen. Wollen Sie mir einen Brief an ihn mitgeben?
Gerne will ich es thun, herzlich gerne, mein liebes Kind. Jöran Adlerſparre hatte ein warmes, edles Herz; er wird Ihnen beiſtehen, ſo viel er immer vermag. 8
Und wenn es möglich iſt, will ich die Wahrheit herausbringen. Ich will wiſſen, ob mein Vater der Verfolgte war und wer ihn mißhandelte.
Freudig und bereit ſollen wir zu allem Rechten und Guten ſein in jeder Stunde, erwiederte der Greis ſanftmüthig, doch die Liebe nicht
vergeſſen.


