Jahrgang 
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er fort, ais Otho eine ungeduldige Bewegung machte, welche Ihre Muthmaßungen beſſer unterſtützen. Waren die Lebensverhältniſſe Ihrer Eltern der Art, daß Sie denken könnten, es ſei möglich, daß Haß und Rache, ein mächtiger, unmenſchlicher Feind, ſie bis hieher ver⸗ folgten?

Ich weiß von den früheren Lebensverhältniſſen meiner Eltern gar nichts, erwiederte Otho.

Sie wiſſen nichts?

Nein. Ich weiß nur, daß nach dem Tode meiner Mutter, bei der

Ordnung der Hinterlaſſe nſchaft, ſich ergab, daß die Trauung meiner

Eltern nicht in Halljala ſtattgefunden hat. Im Kirchenbuche war nichts darüber zu finden und weitere Forſchungen bewieſen, daß meine Eltern verheirathet nach Halljala kamen. Wo die Trauung vollzogen wurde, ließ ſich nicht entdecken. Es iſt kein Trauſchein darüber vor⸗ handen.

Kein Trauſchein? antwortete der Pfarrer Das iſt nicht gut, da

es Fälle geben kann, wo der Beweis rechtmäßi ger Geburt nöthig wird.

Ich hoffe nicht, daß man dieſe jemals antaſtet, ſagte Otho ſtolz, aber Sie ſehen, wie durch dieſe Thatſache meine Vermuthungen ſich vermehren müſſen.

Wo lebte Ihr Vater, ſagte der Greis nachdenkend, und in welchem Jahre war es, als er nach Finnland kam?

Ich vermuthe, daß er meine Mutter in Stockholm kennen lernte und wahrſcheinlich kam er von dort mit ihr nach Halljala. Es iſt gewiß, daß er längere Zeit ſich in Stockholm aufhielt, da er im Heere des Königs Anſtellung ſuchte. Allein er verließ Schweden, nachdem Guſtav der Dritte ſeine königliche Macht gewaltthätig erweiterte und ſeit dieſer Zeit, ſeit dem Jahre 1773, wohnte er am Pajäneſee.

Was Sie ſagen, beängſtigt mich! In jener Zeit war es, wo ge⸗ ſchah, was ich Ihnen erzählte, und dennoch wer könnte es gewagt haben, Ihren Vater und ſeine edle Braut ſo grauſam zu verfolgen?

Ach! mein liebes Kind, ich weiß nicht, was ich dünuben was ich Ihnen rathen ſoll.