Jahrgang 
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424 Stille, Korporal Spuf, ſtille! rief er vorwurfsvoll in die Flüche

ſeines würdigen Kameraden. Wie kann ein chriſtlicher Korporal ſo

heidniſch ruſſiſch fluchen? Zumal am Sonntag, denn wir haben Sonntag, Korporal Spuf.

Der Korporal ſtieß ſtatt aller Antwort einen neuen noch ärgeren Fluch auf alle Sonntage und alle chriſtlichen Korporale aus, wobei der Feldwebel ſeine Stirn runzelte und ſeinen Augen den Ausdruck tiefen Abſcheus gab. Pfui, Spuf! pfui! elender gottloſer Korporal vom Regiment Bjüörneborg, ſprach er kopfſchüttelnd, was wird aus dir werden, wenn du von deinen Sünden nicht abläßt? Haben wir nicht geſchworen, das erſte unter allen Regimentern im finniſchen Heere zu ſein und zu bleiben; wird der Herr uns aber auch nur einen Ruſſen in die Hände geben, wenn du ſeinen Sabbath entheiligſt, ſündiger, verdammter Spuf?

Der Teufel ſoll mich ſiebenhundert und ſieben und ſiebenzig Male holen und dich dazu, Feldwebel, wenn ich nicht zwei Ruſſen mit Eins auf mein Bajonnet ſpieße! ſchrie Spuf.

Wenn es Maikäfer wären, wenn es Bratwürſte wären, oder But⸗ terkuchen, grauſamer und blutdürſtiger Korporal Spuf, ſo wollte ich es glauben, ſagte der Feldwebel gelaſſen. Was ſchnappſt du mit dei⸗ nen Lippen, Spuf? Haſt du einen Ruſſen zwiſchen deinen Zähnen?

Ich wollte, ſchrie Spuf, daß ich dich und alle Ruſſen und ganz Rußland zwiſchen meinen Zähnen hätte.

Pfui, SpufW! ſagte der Feldwebel ſtrafend, wer wird ſich ſo muth⸗ willig den Magen verderben.

Ach! mein Magen. Schock Tonnen, mein Magen! brüllte der Korporal. Ich habe keinen Magen mehr, es iſt nichts da, als ein Abgrund zu Eis gefroren. Wollte ich dich verſchlucken, Feldwebel, du führſt wie auf einer Rutſchbahn in die Tiefe, und kämſt mit zer⸗ brochenen Gliedern unten an.

Der Feldwebel verbarg ſeine Luſtigkeit ſo gut er konnte. Ich danke dir, Korporal, für deine guten Abſichten, ſagte er würdevoll, aber ich mag die Parthie nicht mit machen. Was in aller Welt hat denn deinen Schlund und Magen zu einem Gletſcher gemacht?