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ſich nicht lange beſinnen. Friſch gewagt und unverzagt, ſo wird der Ruſſe zum Teufel gejagt!
Nach wenigen Minuten war die Umladung geſchehen. Otho be⸗ lohnte den Bauern reichlich, der vergnügt ſofort umdrehte, ohne bis an's Poſthaus zu fahren, weil er vorſichtig erwog, daß er dort viel⸗ leicht gewaltſam von einem reiſenden Offizier oder Beamten feſtgehal⸗ ten und mit Schlitten und Pferd weiter benutzt werden möchte, was den beſtehenden Rechten nach und in dieſer Zeit zumal, wohl geſche⸗ hen konnte. Otho klemmte ſich dagegen auf eine enge Bank, die für zwei Perſonen ausreichte und von dem Feldwebel und dem Schlitten⸗ lenker bereits eingenommen wurde. Da der Feldwebel jedoch ein langer dünner Mann war, der Andere dagegen ein Burſche, kaum über die Kinderjahre hinaus, auch Jeder ſich ſo viel als möglich zu⸗ ſammenzog, ſo ging die Einſchachtelung glücklich von Statten, und der Feldwebel rieſ lachend, daß nicht allein, wie es ſchon in der Bibel ſtehe, der geduldigen Schafe viele in einen Stall gingen, ſon⸗ dern daß ſie ſich auchſganz wohl darin befänden; denn bei ſolcher lieb⸗ lichen Morgenluft ſei nichts beſſer, als eng zuſammenzurücken, und kein General könnte behaglich wärmer ſitzen als er. Dabei ſtreckte er ſeine langen dünnen Beine aus, ſo weit er es vermochte, warf Stroh und Decken darüber hin und wickelte ſich und Otho damit ein. Hier⸗ auf legte er ſich auf den harten Sitz zurück, zog ſeine Pelzkappe über die Naſe und trällerte ein Lied vor ſich hin, das von Korporal Spuf unterbrochen wurde, der ſich plötzlich oben im Kaſten hören ließ.
Heda, Feldwebel! Millionen Schock Tonnen Teufel! Halt an! Hier iſt der Gaard. Hier iſt das Neſt. Warum anhalten? antwortete der Feldwebel, und er ſang ruhig weiter:
Es iſt eine jammervolle Hütte,
Dort einzukehren iſt nicht meine Sitte,
Nichts iſt zu haben, nichts von Gottes Gaben,
Nichts als Waſſer, verdammter Trank, dich will ich nicht haben!
Das iſt ein Lied von Bellmann, ſagte er, Sie müſſen aber doch ſehen, Herr’, daß ich Recht habe. Heda, Ule Skild! komm heraus aus deiner Höhle!


