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Jetzt ſind ſie bereits ſeit Jahren wieder heimiſch in der Heimath.
Herr Lymann wirkt als hochangeſehener Geiſtlicher und Superintendent in ſeinem Kreiſe, Frau Lymann dagegen iſt völlig geſundet und friſch auf den Beinen. Sie pflegt ein ſpät nachgeborenes Töchterlein.
Harald iſt ſeinen Eltern in jeder Weiſe unterthan und ſucht ſeinen früheren Leichtſinn gut zu machen. Er hat längſt ſeinen Cicero und noch mehr Bücher abſolvirt. Da⸗ mit aber das edle Waidwerk nicht ganz darniederliegt, hat er die Erlaubniß, in den gräflich Seebachiſchen Waldungen hin und wieder zu jagen.
Harald hat nämlich dem alten Grafen den Verſöh⸗ nungsgruß ſeines Sohnes mit heimgebracht und der alte Graf hat dafür Harald ſein vereinſamtes Vaterherz ge⸗ ſchenkt und ihm ſeitdem manches Sohnes⸗Recht eingeräumt.
Man ſpricht davon, der kinderloſe Graf würde ihn als Erben einſetzen. Harald aber denkt an ſolche Dinge nicht, ſondern hat Heimweh nach dem Norden. Sein ganzes Sinnen und Streben geht nach einer Nordpolfahrt.


