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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Gefahr und der Verſchuldung und legen ſich als drü⸗ ckender Alp auf die Bruſt des Geängſteten, daß er auf⸗ ſchreit nach Erlöſung.

An Haralds Lager ſtand das Geſpenſt des Ungehor⸗ ſams und der Auflehnung gegen ſeine Eltern.„Mir kann es nicht gut gehen.“ ſagte er ſich. Er hatte ja vor Zeiten Sprüche gelernt wie dieſen:„Ehre Vater und Mutter mit der That, mit Worten und Geduld, auf daß ihr Segen über dich komme; denn des Vaters Segen bauet den Kindern Häuſer, aber der Mutter Fluch reißt ſie nieder.“

Hatte er noch Segen zu erwarten? Mußte ihn nicht Gottes Fluch treffen? Hieß es nicht:„Ein Auge, das den Vater verſpottet und verachtet der Mutter zu gehorchen, das müſſen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler freſſen?“

Harald ſchlief vor innerer Unruhe nicht viel und wenn er aufwachte, waren ihm oft Augen und Wangen von Thränen naß. Er hatte geträumt, ſeine Mutter hätte ihn geküßt oder ſein Vater hätte ihn mit dem alten Stolze und der alten Zärtlichkeit angeſchaut und ihn in liebe⸗ voller Umarmung an das treue, gute Vaterherz gezogen.

Bis in die Träume hinein verfolgten den Unglücklichen die Gedanken, die ſich untereinander verklagen und ent⸗ ſchuldigen.

An Hans Egedes Lager ſtanden noch dunkelere Ge⸗ ſpenſter, aber er weinte nicht. Was mochte in der Seele dieſes merkwürdigen Mannes vorgehen. Sein Mund öffnete