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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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indem die Grönländer ihrem Lieblingsgerichte dem thran⸗ reichen Seehundsfleiſch jeden Tag nachgingen und noch manchen Seehund einfingen. Auch wurden viele Eisbären geſchoſſen, die über das Eis hinüberſpazierten und durch den Geruch des Rennthierfleiſches angezogen dem Cutter Beſuche abſtatteten.

Aber die Gronländer ließen die kühnen, trotzigen Ge⸗ ſellen ihre ſchwarzen Schnautzen, die grell gegen den ſonſt ſchneeweißen Pelz abſtachen, nicht in die Fleiſchfäſſer hinein⸗ ſtecken, ſondern brannten ihnen, wenn ſie mit vorgeſtrecktem, langem Halſe dahertrabten, eins auf das Fell, und ſalzten lieber deren eigne koſtbaren Schinken in die Fleiſchfäſſer.

Auch ſogenannte Polarfüchſe, die im Gegenſatz zu ihren Brüdern im Süden entweder blaue oder weiße Pelze tragen, verführte ihr ſcharfer Geruch das Dach des Cutters zu beſteigen, von wo ſie jedoch die ſicheren Schüſſe der Grönländer herunterholten.

So fehlte es nicht an Fleiſch, an Pelz und Thran und für die Winterquartiere ſchien in jeder Art gut geſorgt. Aber der Bau hatte doch ein gar unſicheres Fundament.

Das ſollten ſie noch im Laufe des November erfahren.

Die große Winternacht war ſchon angebrochen und die Sonne hatte für Monate Lebewohl geſagt, da brach plötz⸗ lich ein grauſiger Orkan los, der zuerſt den Maſt des Cutters zerſchmetterte, dann aber auch das ganze Küſten⸗ eis aufbrach und in Strömung brachte.

Auch das Eisfeld, worin der Cutter eingefroren ſtack,