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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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etwas Dämoniſches zu haben. Wollte der ſchwache Menſch der Naturgewalt trotzen?

Vorwärts ging es wieder durch den friſch gefallenen Schnee, der in der Ebene recht hübſch geweſen wäre, aber in den Bergen, Eisſpalten und Schlünden höchſt gefährlich war, da er dieſelben dem Auge des Reiſenden entzog.

„Vorwärts!“ hatte wieder Hans Egede gerufen. Auf ein⸗ mal ſah er Haralds Schlitten, der direct vor ihm fuhr, vor ſeinen Augen in der Tiefe verſchwinden.

Ein lauter Jammerſchrei wurde von unten herauf hörbar.

Wie der Blitz ſtand Hans Egede am Rande des Ab⸗ grundes, wo der Unglückliche verſunken war. Er ſtarrte in eine weite, tiefe Eisſpalte, auf deſſen Grunde ein dunkeles Häuflein ſichtbar wurde. An Rettung ſchien nicht mehr zu denken.

Hans Egede war furchtbar erſchüttert. Sein Geſicht wurde leichenblaß und ſeine Zähne klapperten wie im Fieberfroſt. Verzweifelnd raufte er ſich das Haar und rief wie wahnſinnig:„Mörder, Mörder! Welch' entſetz⸗ liches Verhängniß treibt mich?“

Doch ſo wahnſinnig auch ſeine Worte lauteten, waren doch ſeine Thaten höchſt vernünftig und ſachgemäß. Er hatte ſeinen Schlitten quer über einen Theil des Eis⸗ ſpaltes gelegt, der enger war als derjenige, wo ſich der Unfall ereignet hatte, und hatte, nachdem er ſämmtliche Riemen, deren er habhaft werden konnte, an einander ge⸗