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Im Eise : eine grönländische Geschichte : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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bergen abzukühlen. Aber ein ſo in ſich zerriſſener Cha⸗ rakter voll gefährlicher Abgründe und Untiefen darf kein Umgang für ein empfängliches Jünglingsherz ſein.

Der Vater hat Recht, wenn er, wie er gedroht hat, Dich lieber mit dem nächſten Schiffe nach Deutſchland ſchickt, als Dich noch länger in ſo gefährlicher Nachbar⸗ ſchaft zu wiſſen.

Diesmal nimmt es Dein Vater entſchieden ernſt und auch ich werde kein gutes Wort mehr für Dich einlegen. Ich ſehe ein, daß längeres Zaudern Schwäche iſt. Ich will lieber über eine kurze leibliche Trennung nach Deutſchland weinen, als darüber, daß Du uns geiſtig auf immer ver⸗ loren gehſt.

Die gute Mutter hatte ſelten mit ſolcher Entſchiedenheit zu ihrem Sohne geredet. Einen deſto tieferen Eindruck machten deßhalb ihre Worte auf denſelben. Eine Weile ſtand er ſinnend da. Dann küßte er ſie auf Mund und Wangen und ſagte:Ich werde thun, was ich kann.

Darauf ging er wieder in das Studirzimmer und ſuchte die eben noch ſo mißhandelten Bücher wieder zuſammen, um ſeine Aufgaben von Neuem wieder in Angriff zu nehmen.

Einige Stunden arbeitete er jetzt mit wirklichem Eifer, bis allmählig wieder ſeine Energie zu erlahmen begann und ſeine Gedanken anfingen, die Bücher zu verlaſſen und über die Meereswellen hinzuflattern, wie die luſtigen See⸗ möven draußen, die er ſah. Er nahm ſeines Vaters Fern⸗