war eine der wärmſten und ſchönſten. Sie hätte, wie ſie ſo im Glanze der Juniſonne dalag, einem Maler einen prächtigen Stoff zu einem Landſchaftsbild geboten. Vorn plätſcherte das tiefblaue Meer des Fyords, auf dem ſich ſonderbar geſtaltete Eisberge tummelten, und brandete wider das niedrige grüne Ufer einer ziemlich
großen, mit Gras, Moos und Gebüſch bewachſenen Fläche,
die ſich mehr im Hintergrunde in ein Bachthal und längs des ſich zur Rechten noch weiter erſtreckenden Fyords verlor. Das Ganze wurde eingerahmt von weit in das Meer hinausgehenden ſchroff zackigen Felſen, die ſich nach dem Lande immer mehr erhoben, bis ſie in einem mit ewigem Schnee und Eis bedeckten Gipfel endigten, der mit ſeinem weißglänzenden Haupte in das ſeltene Grün hinab⸗ ſtarrte. Hinter ihm erhoben ſich aber noch mehr ſolcher weißen Häupter, die neugierig noch höher das Haupt erhoben, um zwiſchen den andern hindurchzuſehen. Und hinter dieſen drängten ſich immer noch mehr herbei, die ſich ordentlich auf die Zehen ſtellen mußten, um nach Etwas zu ſehen, bis ſie ſich weiterhin in nebelhafter blauer Ferne verloren.
An der geſchützteſten Stelle der kleinen Ebene lag die deutſche Miſſionsſtation Pfingſtthal. Sie beſtand aus einem langen geräumigen, roth angeſtrichenen Gebäude mit einigen Nebengebäuden, um die ſich eine große Anzahl von Erdhütten, die Wohnungen der Eskimos, gruppirten.
Zu der Zeit, wo wir die Bucht betraten, lag eine


