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gewoͤhnlich gegen Tipaldo ſich zu bedienen pflegte.— Waͤhrend meines letzten Aufenthalts in der Reſidenz, fertigte ich das Portraͤt der, mit Reizen hochbegabten Frau. Ihr gefuͤhlvoller Blick mußte mein ganzes Gemuͤth aufregen. Die Roͤthe, welche das eine Mal ihre Augenlieder entſtellte, trieb mich zu der Frage, ob ihr etwas fehle. Und nun hielt ſich das finſtre Geheimnis nicht laͤnger in ihrer Bruſt. Unter Schluch⸗ zen geſtand ſie mir, wie der Mann, von dem ſie haͤtte glauben muͤſſen, ſie wuͤrde ihn fuͤr ſein ganzes Leben begluͤcken, ihr das ihrige zur Hoͤlle machte. Sie denke jedoch Alles, Alles zu erdulden, da ſie an mir einen theilnehmenden Freund gefunden, in deſſen Bruſt ſie ihr Leid ausſchuͤtten zu duͤrfen hoffe. Nur verſicherte ſie ſich zuvor auf das Feierlichſte meines Geluͤbdes, nie Geſtaͤndniſſe oder Forderungen an ſie zu thun, welche den Rechten ihres Gemahls im Min⸗ deſten zu nahe traͤten. Eine bloße, in dieſem Falle gewiß verzeihliche Seelenliebe ſollte zwiſchen uns ſtattfinden, um ihr ein Leben zu verklaͤren, in deſſen dumpfer Stickluft ſie außerdem umgekommen ſeyn wuͤrde.—
Als hier Aldenheim ſchmerzlich inne hielt, murrte erſt Tipaldo kopfſchuͤttelnd und ſagte dann: Die rein⸗


