Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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die Ecke, heran nach dem Wagen. Wem gehoͤrt das Fuhrwerk? fragt er haſtig. Der Kutſcher entſchul⸗ digt ſich mit Unwiſſenheit und beruft ſich auf den weggegangnen Herrn, nach einem der obern Fenſter ſchauend, das ſich eben geoͤffnet hatte. Aldenheim ſelbſt, der herunterſah, kam eiligſt herzu, riß den Rei⸗ ter auf die Seite und nach einer langen leiſen Ver⸗ handlung, die Anfangs gar nicht zum Schluſſe kom⸗ men wollte, trat er zu meiner Laterne, nahm einige große Goldſtuͤcke aus ſeiner Boͤrſe, und druͤckte ſie dem Reiter in die Hand, worauf dieſer ſich bewegen ließ, unverrichteter Sache wieder davonzuſprengen. Mich aber beſchwor nunmehr Aldenheim bei allem was mir heilig ſey, keinen Laut gegen irgend einen fremden Menſchen davon zu thun, daß Jemand in ſeinem Quartiere oben wohne. Die Sache war mir zu ſchnell uͤber den Hals gekommen, um mich ſo⸗ gleich recht faſſen und beſinnen zu koͤnnen, daher ver⸗

ſprach ich ihm das und er eilte fort. Der Kutſcher

hatte inzwiſchen die Pferde auch Schritt vor Schritt mit dem Wagen weiter gebracht. Mir aber fiel im Heraufſteigen bei jeder Stufe dieſe Geſchichte immer ſchwerer auf's Herz. Ich ging zwar wieder zu Bette, konnte jedoch kein Auge mehr zuthun vor Todesangſt.