Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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worden war, ein Koͤnig moͤchte der unſeligen Unord⸗ dnung ein Ziel ſetzen. Verraͤther, alles Verraͤther! ſchrie der Kerl, als die Menſchen Mitleid zeigten mit dem armen Rentier und drohete im Davonlaufen noch, ihren Hals unter das Henkerbeil zu liefern. Denſelben Elen⸗ den erblickte ich nachher wieder beim Kroͤnungszuge des Kaiſers in deſſen Livree und ſein Blick ſagte, daß der ſcheußliche Tiger nur im Aeuſſern gebaͤndigt war.

Als Juͤngling beſtaͤtigte ſich mir das Heilloſe im menſchlichen Geſchicke immer mehr. Jetzt hoͤrte ich erſt recht und ſtaunte und zitterte. Was war alle Kunſt und Wiſſenſchaft und Rechtlichkeit werth in einer Welt, welche ihre ſchoͤnſten Zierden mit dem Blutgeruͤſte be⸗ lohnte? Und ſtatt des ungluͤcklichen Phantoms, wofuͤr der Wahnſinn grade das edelſte, Blut vergoß, ſtand, wie der furchtbarſte Hohn, ein prachtvoller Kaiſerſtuhl da und der ſeinen Sitz einnehmende war der naͤmliche Rieſe an Geiſt, welcher dem einen und unheilbaren Freiſtaate, den er in eiſerne Feſſeln ſchlug, an der Spitze der verblendeten Heere, die heiligſte Treue ge⸗ ſchworen hatte!

Mein Entſchluß nichts zu ſeyn und zu werden in einer Welt, die ſelber nichts, und noch weniger werth war, als nichts, befeſtigte ſich mehr und mehr.