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Eine halbe Stunde ſpaͤter fuhr ich mit ihr und der Marcheſe in eine benachbarte Dorfkirche, wo die Taufhandlung ſtattfinden ſollte.
Das Gewimmel von Menſchen, mit de⸗ nen das Gotteshaus uͤberfuͤllt war, machte mir die Feſtlichkeit nur noch widerwaͤrtiger.
118. Der Täufling.
Welch ein Blitz aber durch die Dumpf⸗ heit, die mein ganzes Weſen erfuͤllte, als jetzt der Pfarrer mit einer in einfaches Weiß ge⸗ kleideten Dame aus der Sakriſtei trat! Les⸗ bia! Aus der tiefſten Bruſt hauchte der Name bewuſtlos uͤber meine Lippen. Die Fuͤſſe zit⸗ terten mir dergeſtalt, daß meine beiden Nach⸗ barinnen am Taufſteine, mich beim Arme faſ⸗ ſen zu muͤſſen meinten.
Weit mehr aber, als ihre helfende Hand, that der Blick aus Lesbiens Auge. Dieſer


