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Das drei und ſiebzigſte Kapitel.
Daß ich aber die ſelige Tante nicht vergeſſe!— Sie war gar nicht ſo boͤſe geſtorben, als ſie gelebt hatte. Denn ſobald es mit ihr zum Tode ging⸗ ließ ſie nicht nur Malchen und ihren Mann zu ſich kommen, ſondern es mußte ſogar an den Oberforſtmeiſter geſchrieben werden, und ſie ver⸗ ſoͤhnte ſich mit allen.
Indeß ob man gleich Malchen bisher fuͤr ih⸗ re einzige Verwandte gehalten hatte, ſo wurde ſie doch nicht ihre Univerſalerbin. Dazu ſetzte die Tante einen jungen Mann ein, und zwar einen den kein Menſch kannte, als der Oberforſt⸗ meiſter. Dieſer verſicherte auch, daß die Tante daran gar nicht unrecht gethan haͤtte; und die Verſicherung des Oberforſtmeiſters galt bei den jungen Eheleuten ſo viel, daß ſie vollkommen zufrieden waren.
Auch die Tante aber hatte ſich ihre Zufrie⸗ denheit durch ein Anſehnliches, das ſie ihnen aus⸗— ſetzte, zu erwerben geſucht. Das Haus und der
Garten waren ebenfalls dabei, und es mußte ei⸗ ne doppelte Freude fuͤr Malchen ſeyn, die truͤben Erinnerungen aus der Vergangenheit, gleichſam
verklaͤrt, mitten in den Genuͤſſen der Gegenwart wiederzufinden.


