Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1807) Der Grundsatz
Entstehung
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er allemal:ſeyd zufrieden mit dem, was Ihr wißt, und laßt euch um das Andre unbekuͤm⸗ mert.

Und nun waͤre die Geſchichte ſo ziemlich aus;

von der Hauptſache wenigſtens, die jetzt eintres ten muß, weiß gewiß ein jeder.

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Das ein und ſiebzigſte Kapitel.

Herr von Palm und ſeine junge Frau lebten in der erſten Zeit auf das gluͤcklichſte mitein⸗ ander. Alles was er that, war ihr recht,* und alles was ſie that, war ihm ebenfalls recht. Und dieſes Reichtthun und Rechtſeyn er⸗ ſtreckte ſich bis auf ihre Kunſtwerke. Denn jedes Bild welches er malte, haͤtte ihr kein Menſch unter der Sonne beſſer malen koͤnnen, ſogar die Anſicht aus dem Plauenſchen Grun⸗ de nicht, die ihr doch auf der Ausſtellung ſo ſchlecht vorgekommen war. Als Amalie jetzt ein⸗

mal dieſe Landſchaft wiederſah, und merkte, daß ſie von ihrem Manne ſelbſt gemalt waͤre, da er⸗ ſchrak ſie recht heftig uͤber ihr damaliges Urtheil und uͤber ihren damaligen ſchlechten Geſchmack. Und die blaue Schuͤrze von damals wurde ihr iu dem ſchoͤnſten Fluſſe, der nur exiſtiren konnte, 1