140
1 „Das, liebe Amalie, erzaͤhlte ich denn Ihrer Tante, und ſetzte dazu: Wie, wenn wir ihm zu dem Verſuche behuͤlflich waͤren? So kaͤme das Maͤdchen ohne allen Spuk aus dem Hauſe; ſie heirathete in eine angeſehene Familie, und die Verlaͤumdung koͤnnte Ihnen nicht das geringſte anhaben. Eine tolle Ehe wuͤrde es freilich ſeyn, und die vergnuͤgten Tage moͤchte ſie nur immer! aufgeben; allein Ihr gutes Herz wuͤrde doch be⸗ ruhigt.“
„Der Vorſchlag gefiel Ihr Tante ungemein. Etwas minderte ſich das freilich, als ich ihr ſag⸗ te, daß die verſprochne Ausſteuer nicht wegfallen duͤrfe. Indeſſen fand ich dech Mittel, ſie auch dazu zu uͤberreden, und ſie war bald ſo ganz mit mir einverſtanden, daß ſie mich ſogleich wie⸗ der forttrieb, um den Antrag zu machen. Ich in aller Eil zu dem Alten. Die Sache wird ſo gut wie richtig gemacht, und ſo bin ich denn wie⸗ der zuruͤckgekommen, voller Freude, Sie auf eine ſo gute Manier dem zeitherigen Joche entziehen zu koͤnnen.“


