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Meine Ehre! ſprach Malchen; ſie hatte aber auf dieſe beiden Worte ſo viel Stimme gelegt, daß ihr zu der Verſicherung, fuͤr ihre Ehre ſey gar nichts zu beſorgen, gar kein bischen Stimme mehr uͤbrig blieb. 29e. 2
„Sehe eins die Bosheit an!“ ſagte die Tan⸗ te, und zeigte auf Malchen.„Nun, lieber Muͤhl⸗ bach, was haben Sie ausgerichtet? Nichts! das iſt natuͤrlich.“
Nun, antwortete der Herr Oberforſtmeiſter; das kann ich nicht ſagen. Ich habe vielmehr Hoffnung. 1
„Wirklich?“ fragte die Tante, und ſetzte, auf das Nicken des Herrn Oberforſtmeiſters, hinzu: „Nun, ſo haſt Du wahrhaftig noch von Gluͤck zu ſagen, Du ungerathnes Kind, und kannſt dem Herrn Oberforftmeiſter die Haͤnde kuͤſſen; denn ſo vaͤterlich, wie der, wuͤrde nicht leicht ein An⸗ derer an dir gehandelt haben.“
Doch Malchen hatte gar keine Luſt dem Herrn Oberforſtmeiſter die Haͤnde zu kuͤſſen. Sonſt wa⸗ ren ſie und der Mann immer auf einem recht freund⸗ ſchaftlichen Fuße mit einander, auch reichte er ihr, wenn er kam, gewoͤhnlich die erſte Hand, woruͤber die gnaͤdige Taute manchmal verdrießlich wurde. Diesmal aber that er faſt gar nicht, als ob es ein Malchen in der Welt gaͤbe. Daß er⸗


