—
Nein.
„Nicht ſo gleichguͤltig, mein Kind; de.m wer kann wiſſen! Ich habe Dir's noch gar nicht ge⸗ ſagt. Wie er neulich ſeinen Beſuch machte, Du war'ſt gerade bei Tinchen, fragte er gleich zu † allererſt nach Dir, und kam immer darauf zuruͤck. Ich aͤrgerte mich recht in der Seele, daß Du ſo lange ausbliebſt. Er hat wieder kommen wollen; aber wer weiß, ob ihn nicht nunmehr ſchon eine Andre weggefiſcht hat.“
Meinetwegen!
„Das ſag nicht, Malchen! Der Herr Diako⸗ nus iſt eine guke Partie, und ich wuͤßte ja wahr⸗ haftig meiner Freude kein End, wenn ich Dich 24 hier in der Stadt als Frau Diakonuſſin ſaͤhe. und es iſt dir ein gar allerliebſter Mann, ſo hoͤflich und artig! Und ein rechter Redner! Wenn du ihn nur ſehen wirſt. Nicht zu jung, und nicht zu alt, kurzum, gerade wie er ſeyn muß.“
4
Das elfte Kapitel.*
Weil indeſſen Malchen wenig dran lag, ob der 4 neue Diakonus jung oder alt, ſchoͤn oder haͤßlich war, ſo hatte ſie die Tante immer fortreden laſſen,


