Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1807) Der Grundsatz
Entstehung
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recht ſonderbar vor. Wenn, zum Beiſpiel, auch ein anderer junger Menſch da iſt, der ſein Augen⸗ merk auf ſie zu richten ſcheint, ſo ſpricht ſie kaum mit ihm. Ich bin doch ebenfalls jung geweſen, und weiß, daß ein Maͤdchen ſich ſonſt gern mit jungen Leuten unterhaͤlt, in allen Ehren, verſteht ſich. Die aber ſcheint eine ordentliche Abneigung vor den jungen Maͤnnern zu haben.

Iſt das wahr, Malchen? fragte der Onkel. Doch Malchen haͤtte um alles in der Welt nicht ſagen koͤnnen, daß es wahr waͤre, und eben ſo wenig, daß es nicht wahr waͤre.

Es wird ſich, denke ich, alles finden! ſprach der Onkel;und es iſt beſſer, als wenn Du eine Wahl ohne uns getroffen haͤtteſt. Nochmals, liebes Kind denn dergleichen kann nicht zu oft wiederholt werden: verſuche das nicht! Ich bleibe bei meinem Grundſatze, daß Vater und

Mutter, oder die ihre Stelle vertreten, den Kin⸗ dern die Ehegenoſſen ausſuchen müſſen. Die ſe⸗ hen mit nuͤchternem, unbefangenem Auge, und das gehoͤrt dazu.

Das zehnte Kapitel.

Apropos fing die Tante an:weil wir denn einmal von ſolchen Dingen reden, haſt du unſern neuen Herrn Diakonus ſchon geſehen, Malchen?