Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1822) Der Thronfolger / von Friedrich Laun
Entstehung
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einen Brief an ſeinen Vater, und bat, als er da⸗ mit fertig war, daß man ihn ja dieſem zuſenden moͤchte.

Eine halbe Stunde nach Abgabe des Briefes wurde die Niederlage geoͤffnet, und ſtatt der Sol⸗ daten, die er zu ſeiner Abholung erwartet hatte,

trat ſein Vater, der Oekonomierath, ſelbſt herein.

Keine Vorwurfe! begann er, als ſein Sohn die Hand des Mannes reuevoll an's Herz druͤckte. Dein Brief iſt ſchon in meiner Hand. Du biſt darin mir mit den Vorwuͤrfen, die ich für Dich V haben koͤnnte, zuvorgekommen. Jetzt noch ein

Wöͤrtchen im Vertrauen! Ich glaube Dein Urtheil könnte ſehr gemildert werden, wenn Du ſchriftlich Verzicht leiſteteſt auf die Hand des Fraͤuleins Naͤgelein. Waͤr's möoͤglich? rief der Verurtheilte, und ſtellte ſogleich die kraͤftigſte Verzichtleiſtung auf Konſtanzens Hand und Herz für Zeit und Ewig⸗ keit aus.