Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1822) Der Thronfolger / von Friedrich Laun
Entstehung
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Meine Herren und Damen! rief er den Er⸗ ſtaunten im Tone der Trunkenheit zuSie ſehen mir ſo feierlich aus, und wo es ein Feſt giebt, da bin ich auch. Schuͤtzen Sie mich, bitte ich, gegen dieſes Fraͤulein, das mir den Zutritt verwehren will.

Mit dieſen Worten warf er ſich auf den mit⸗ telſten der Stühle, welche der Bediente ſo eben im Lindengange fuͤr die Gäͤſte zuſammengeſtellt hatte. Nehmen Sie Platz, ſchoͤne Damen! Auch 1 Sie, meine Herren! Ohne alle Umſtände. Mein Rang muß Ihnen nicht zur Laſt fallen. Nur grade⸗ zu hierher, neben mich. Es macht mir Freude. Was koͤnnen Sie dafuͤr, daß ich Marſchall bin. Und wenn ich dem hieſigen Kommandanten den Kopf zurechtruͤcke, ſo wird Ihnen darum kein Haar gekrümmt. Der Mann thut mir uͤbrigens leid. Das Diner, das er mir heute gab, war köͤſtlich! Allein die Einwohner werden nicht genug geſchont von ihm, und das will der Kaiſer doch vor Allem! Apropos Johann, oder wie er heißt, den Thee her bei. Lauern wir denn nicht alle darauf? Aber guten Thee, Kerl, oder es geht ihm nicht gut.