Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1822) Der Thronfolger / von Friedrich Laun
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Eine ganz eigene Wehmuth im Tone dieſer Worte, der Blick, in welchem das ſchoͤnſte Herz höchſt rührend ſich ausſprach, zitterte ſchaurig durch alle Gefuͤhle des theilnehmenden Kranken.

O rief er mein Freund, das ſind wir doch wohl einander geworden? wie mag, bei allem Anſcheine einer dauerhaften Koͤrperkraft, bei der unverkennbaren Regſamkeit Ihres Geiſtes, das Un⸗ gluͤck ſchon Theil haben an Ihrer Jugend?

Der Lord zuckte die Achſeln. Vielleicht läßt ſich das Entbehren des Gluckes noch nicht einmal Ungluͤck nennen. Doch übergehen wir das fuͤr jetzt. Die nähere Bekanntſchaft wird uns wohl von ſelbſt

auf dieſen Gegenſtand zuruͤckfuͤhren.

Iſidor brachte den Mittag auf dem Gute zu, ohne dies zuvor im geringſten beabſichtigt zu haben. Auf der Ruͤckreiſe geſtand er dem Leibarzte, daß er lange keinen ſo genußreichen Tag verlebt habe. Dem Doktor aber duͤnkte der Eindruck des Eng⸗ laͤnders auf das Gemuͤth des Kranken viel zu