Teil eines Werkes 
2. Band, 10.-20. Gesang (1820)
Entstehung
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8.

Du ſitzeſt ſtill auf deinem goldnen Throne, Vernimmſt nicht mehr der Erde Luſt und Pein, Kannſt mit lebend'gem Dank und ird'ſchem Lohne Das treue Herz des Saͤngers nicht erfreun; Doch ſchmuͤckt durch dich ihn ſeine Lorbeerkrone, Was ihn verherrlicht, Alles iſt es dein.

Weil du es gabſt und weil es dich geſungen, Hat ſich ſein Leid dem niedern Staub' entſchwungen,

n 9.

Und ſoll auch jetzt dies jugendliche Leben Mir ohne Lieb' und ohne Luſt entfliehn; Wohl mancher Traum muß unerfuͤllt entſchweben, Wohl manche Blum' im Keimen ſchon verbluͤhn. Dir hab' ich mich mit Freuden hingegeben, Und nimmer welkt, was du mir einſt verliehn. Nur einmal kann der Lenz dem Herzen prangen; Doch bleibt ſein Duft, wenn auch ſein Glanz vergangen.