Teil eines Werkes 
2. Band, 10.-20. Gesang (1820)
Entstehung
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Caäaͤcilie.

50.

Jetzt, da ſich tiefer ſchon der Sonne Strahlen neigen, Zieht Biarko in die Stadt mit ſeiner Braut zuruͤck. Doch toͤnt von hoher Burg kein hochzeitlicher Reigen, Kein Skalde ſingt beym Mahl der Liebe ſuͤßes Gluͤck; 3 Der Abend zieht vorbei in feierlichem Schweigen, 4 Zum hellen Sternenlicht ſchaut mancher feuchte Blick. Doch durch die Thraͤnen ſelbſt, die von den Wangen fließen⸗ Scheint ſich das ſtille Gluͤck der Liebe zu verſuͤßen.

51. 1

Nur Reinald blieb am ſtillen Grab' allein, und harrte betend dort dem neuen Tag' entgegen. Was ſeine Seele liebt, ſchließt dieſer Huͤgel ein; Nur eine Liebe will ſein treuer Buſen hegen. Drum baut er nah der Gruft im dunkeln Eichenhain Ein friedlich Huͤttchen ſich, wie fromme Siedler pflegen, Und breitet dicht um's ſchattig ſtille Haus Der Winde bluͤh'nden Schmuck und gruͤnen

Epheu aus⸗.