Zwanzigſter Geſang. 517
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Sie ſprachs und faßte ſanft des Helden theure Hand Und harrte, daß der Greis ſein heil'ges Amt verrichte. So Holdes ſah man nie im ſchoͤnſten Traumgeſichte Als jenes ſel'ge Paar, das dort ſo braͤutlich ſtand, Mit morgenheller Stirn, verklaͤrt von Gottes Lichte, Im duftig gruͤnen Kranz und leuchtenden Gewand, Sie in der zarten Hand die ſchoͤne Roſenbluͤthe,
Und er die Lilie, die goldne Strahlen ſpruͤhte.
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Und wunderbar beginnt aus duft’gem Raſengruͤn, Das holde Brautgemach der Liebe zu umſchließen, Ein zartgeflochtner Kranz von Hecken aufzuſprießen, An welchen Roſen hier, dort Lilien entbluͤhn. Noch einmal, ſcheint es, will die Welt ſie freundlich gruͤßen,
Rch ſie aus ihrem Kreis zum ſchoͤnen Himmel fliehn.
Gar lieblich ſtehn ſie jetzt in jenen bluͤh'nden Hecken, Die halb ihr leuchtend Bild entſchleiern, halb verſtecken.


