Zwanzigſter Geſang.
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Und wie der Schmetterling, ſobald der enge Raum,
Worin er ſchlummernd lag, im Fruͤhling ſich entriegelt, Sich nach Geſpielen ſehnt, und lang im irren Traum
Um alle Blumen ſchwebt, worin ſein Bild ſich ſpiegelt,
1 Bis er betrogen ſtets, an einer Lilie Saum
Den holden Bruder ſieht, duftaͤhnlich, leichtgefluͤgelt;
So war vor Adalbert nach manchem Truggebild
1' Erſt jetzt der tiefe Sinn der Liebe ganz enthullt.
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Die keuſche Stirn, das helle Roth der Wangen, Der Augen ſel'ge Gluth, das zarte Angeſicht, Der Locken weichen Glanz, des Leibes ſchlankes Prangen, Den Mund, der ſtrafend ſelbſt ſo ſuͤße Worte ſpricht, Woran die Blicke ſonſt, woran das Herz gehangen, Das alles trennte jetzt ſein trunknes Auge nicht; In einem Lichte ſchien, zu Traͤumen und Gefuͤhlen Entkoͤrpert, jeder Reiz um ihr Gebild zu ſpielen.
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