Teil eines Werkes 
2. Band, 10.-20. Gesang (1820)
Entstehung
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Zehnter Geſang. 25

36.

So wandeln ſie hinaus in's naͤchtliche Gefild. Rings lag die Flur im grauenvollen Schweigen; Am Himmel hieng der Mond, von Wolken halb umhuͤllt, Und drohend ſtand der Wald mit ſchwarz vermummten

Zweigen.

Auf manchen Bergen ſchien manch ſtummes Rieſenbild Bald ſtarr hinab zu ſchau'n und bald empor zu ſteigen. Der Welle Rauſchen klang wie Schluchzen und Geſtoͤhn, Und heimlich ſluͤſterte das Laub im naͤcht'gen Wehn.

37.

Und horch, von fern erſcholl ein halb vernehmlich Brauſen, Und von den Bergen zog's wie Wolkendunſt heran; Und nah' und naͤher kam's mit immer wilderm Sauſen, Und Heulen und Gebell und Ruf und Klang begann. Die Zweige zitterten im ungeheuren Grauſen, Es ſchmiegte Blatt an Blatt und Halm an Halm ſich an, Und ſchaͤnmend ſchien die Fluth im grimmigen Entſetzen Vom Grund empor gedraͤngt, der Baͤume Haupt zu netzen,