Caäaͤcilie.
30.
Zwar kuͤndete mir einſt ein hocherfahrner Meiſter, Sobald ein kuͤhner Mann auf jenen Schwarm den Speer Emporzuſchleudern wagt, ſo fliehn die wilden Geiſter, Und toben kuͤnftig ſtets auf anderm Pfad umher.
Doch greulich iſt's, mit naͤcht'gem Spuk zu ſtreiten,
Und da ſchon jenes Kreuz durch Gottes heil'ge Macht
Vor jedem Ungethuͤm der Hoͤlle mich bewacht,
Vermaß ich mich noch nie zum Kampf hervorzuſchreiten. 31.
Erſtaunt vernahm's der Held, und freudig rief er aus: Sey unverzagt, ich will den Arm dir leihen!
Sobald die Stunde naht, tret' ich zum Kampf hinaus,
Von jenem wuͤſten Schwarm dein Obdach zu befreien.
Schon traf ich manchen Feind in wilden Kriegesreihen,
Jetzt will ich ſehn, ob auch in dieſem Strauß
Der Speer mir nicht verſagt! Leb wohl, ſchon ziehn die Sterne.
Am Himmel hoch empor, ſchon brauſ't es in der Ferne!


