geſtel mir. Wir wurden immer naͤher mit einan⸗ der bekannt. Wieland war damals beſonders nach ſeinem Geſchmack, obgleich ſeine eigene Poeſie kei⸗ nen Zug von der Satyre der Wielandiſchen hatte. Die Heiterkeit der Wielandiſchen Poeſie, verſicherte er mir, habe auf ſeinen Geiſt den gluͤcklichſten Ein⸗ fluß gehabt. Ein ſtrenger Ernſt ſcheine ihm das Leben und die Kunſt zu verderben. Er glaube, dieſe Meynung auch vor einem Profeſſor der Philoſo⸗ phie nicht verbergen zu duͤrfen, weil er ſich nichts vorzuwerfen habe, das eine vernuͤnftige Moral tadeln koͤnne. Auch von Andern erfuhr ich, daß an ſeinen Sitten nichts zu tadeln ſey, außer einem klei⸗ nen Leichtſinne, der aber nie leidenſchaftlich wurde, und nie die Grenzen des Anſtandes und der ſtrengſten Redlichkeit uͤberſprang. Es war ihm nur um eine
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